Wir sind begeisterte „Bares für Rares“ Schauer und ab und zu wird dort ja auch mal ein Gemälde angeboten, so auch kürzlich geschehen, und zwar eine Variante der „Badenden“ des berühmten Expressionisten Otto Müller. Davon gibt es mannigfaltige Versionen und eine davon hat mich zu meinen beiden Badenixen inspiriert, die für mich ungewöhnlich unfarbig daherkommen.
Auf einer 60 x 80 x 2 cm großen Künstlerleinwand habe ich ausschließlich in Blau-, Grau- und Grüntönen die beiden nackten Damen aus den 20er Jahren dargestellt, die sich in einem versteckt gelegenen Badesee völlig hüllenlos erfrischen und dabei augenscheinlich nicht unbeobachtet waren… Das unruhige Wasser des kühlen Sees ist hauptsächlich in grau gehalten, vereinzelt wird es durch verschiedene blaue und grüne Schlieren, speziell an den Stellen, wo die Beine der beiden Damen die Wasseroberfläche durchbrechen, aufgelockert. Die im Vordergrund befindliche kurzhaarige Schönheit mit zierlichem Oberkörper und keck aufragenden Brüsten wagt gerade einen ausladenden Schritt nach vorne, wohl um zu ertasten, ob der Grund sie dort im schlammigen Ufer auch trägt. Die Hintere steht in etwas tieferem Wasser und präsentiert sich dort ohne jede Scham in ihrer völligen Nacktheit. Beide an märchenhafte Quellnymphen erinnernde Wesen sind in lässiger Spachteltechnik in tiefem Blau, knalligen Türkis und intensiven Grün gehalten, helle Highlights betonen vereinzelte Stellen und sorgen für zusätzliche Lebendigkeit. Die Konturen der beiden Nackten zerfließen geradezu mit dem Wasser, was in Verbindung mit den verschwommenen Gesichtern der Frauen die entrückte Atmosphäre des einzigartigen Kunstwerks zusätzlich betont.
Wer eine moderne und erschwingliche Interpretation des expressionistischen Meisterwerks sucht, ist mit diesem handgefertigten Einzelstück perfekt bedient. Die kühlen Farbtöne des ausdrucksstarken Aktbildes passen in jedes moderne Wohnambiente – über einem bequemen Sofa wie auch einem stylischen Sideboard macht das farbintensive Original jederzeit eine ausnehmend gute Figur.